
Die bewegende Geschichte des Ska
Die Wiege des Ska geht zurück auf die amerikanischen 50er Jahre. Hier ertönte zum ersten Mal richtige Musik in Form von Jazz, Rhythm & Blues oder Gospel auch im jamaicanischen bzw. karibischen Inselraum. Dieser Kulturschock war für die Inselbewohner wie ein Beginn einer neuen Ära: Es wurden neue Kompositionen geschafen und die heute bekannten traditionellen jamaikanischen Rhythmen entwickelten sich. All dies floss in das Ska mit ein. Der Ausdruck "Ska" stammt selbst von einem bestimmten Gitarristen, so sagt man, der während einem Konzert zusammen mit Prince Buster statt dem Downbeat den Offbeat anspielt. Daraufhin antwortete Prince Buster "Do again this Ska Tone!"
Eine Legende besagt auch, dass die Inseln der Karibik in den Sechziger Jahren einer sehr starken Hitzewelle ausgesetzt waren. Dies machte das Ausüben der Musik und den Tanz natürlich um einiges schwieriger, wodruch sich nach und nach das langsamere Rocksteady, eine Abwandlung des Ska, entwickelte. Ein Hit aus dieser Ära war "007 Shanty Town" von Desmond Dekker, was vor allemin den britischen Charts ganz oben stand und viele Nachahmer fand. Rocksteady war besonders in der englischen Arbeiterklasse einer der beliebtesten Musikstile. Ska-Anhänger sind bekannt dafür, optisch aufzufallen: Sie haben eine Glatze. Nicht zuletzt auch deshalb, um sich optisch von den damals sehr populären Hippies zu distanzieren. So entstand nach und nach das Untergenre Skinhead Reggae. Bekannte Songs aus dieser Zeit sind zum Beispiel "Skinhead Moonstomp" von Symatip. Ebenso kam im Jahr 1976 vom englischen Skinhead Reggaemusiker Judge Dread der Song "Bring Back The Skins" hervor.
Während der Punkrock der späten Siebziger und frühen Achtziger Jahre Großbritannien eroberte, gab es immer wieder Bands, die den Rhythmus des Ska wieder hervor brachten. Bands wie The Specials, Bad Manners, Madness oder The Selecter waren in aller Munde und waren eine frische Abwechslung zum aggressiveren Rock von The Clash oder auch Alice Cooper. Auch in Deutschland war Ska ab der Achtziger Jahre auf dem Vormasch: bands wie Bluekilla, The Butlers, The Busters, Blechreiz oder No Sports waren beliebt und verzeichneten den ein oder anderen Erfolg. Hier entstand das neue Label 2 Tone, was auch heute noch ein Symbol gegen den Rassismus zwischen schwarzen und weißen Menschen ist. Das schwarz-weiße Logo wurde weltbekannt. more