Typisch Crunk - Typisch Hip-Hop

Crunk ist eine Form des Hip Hop, die in Atlanta, Hauptstadt des US-Bundesstaates Georgia, entstand. Da Georgia zu den Südstaaten der USA zählt, setzt sich Crunk auch teilweise aus Hip Hop-Komponenten des Südens zusammen: Dirty South und Bass Music. Hinzu kommt elektronische Musik. Alles zusammen ergibt einen aggressiven und harten, aber tanzbaren und somit clubtauglichen Klang. Crunk ist geprägt von tiefen Bässen und einfachen Rhythmen, ergänzt durch teils unanständige Texte, die entweder gesungen, gerappt, meistens jedoch geschrien werden. Die Hooks der Crunk-Songs sind oft sehr einfach gestrickt und eingängig. Meist bestehen diese nur aus einzelnen Wörtern. Typisch für solche Hooks sind Ausdrücke wie "Yeah", "What?", "Okaaay", "Motherfucker" oder "Let's Go". Dies alles charakterisiert den klassischen Crunk.
Der Name Crunk setzt sich zusammen aus den englischen Begriffen "crazy" (verrückt) und "drunk" (betrunken).

Die Begründer des Crunk, die Anfang der 1990er Jahre erstmals kommerziellen Erfolg mit dieser Musikrichtung verbuchen konnten, waren "Three 6 Mafia" und Lil Jon. Letzterer wurde, genau wie Crunk, in Atlanta geboren und bezeichnet sich selbst als King of Crunk. Zu Beginn des neuen Jahrtausends wurde Crunk populär. Mit den Alben "Get Crunk Who U Wit", "We Still Crunk" und "Kings of Crunk" von Lil Jon und den East Side Boyz erfreute sich Crunk zunehmender Beliebtheit. Im Jahr 2003 entstanden die Songs "Salt Shaker" und "Get Low" zusammen mit den Ying Yang Twins. Diese Songs, die ebenfalls in Zusammenarbeit mit Lil Jon veröffentlicht wurden, waren ausschlaggebend für die Verbreitung des Crunk über die Staatsgrenzen hinaus. Die musikalische Arbeit Lil Jons blieb nicht unbemerkt und bescherte im die Auszeichnung mit dem American Music Award. Ein Jahr später gelang ihm der absolute Durchbruch durch die Produktion der Nummer-eins-Hits "Yeah" von Usher und "Goodies" von Ciara. Durch diese Hits ist Crunk seit 2004 endgültig im Mainstream angelangt und aus der Musikszene nicht mehr wegzudenken. more